Auguste Papendieck Preis 2012

Der Augus­te-Papen­dieck-Preis 2012 der Spar­kas­se Bre­men geht an Man­fred Schmid

Der Augus­te-Papen­dieck-Preis 2012 der Spar­kas­se Bre­men wur­de dem uru­shi-Meis­ter Man­fred Schmid von der Jury zuer­kannt. Bei der tra­di­tio­nel­len uru­shi-Kunst han­delt es sich um eine uralte japa­ni­sche Lack­tech­nik, die hand­werk­li­che Per­fek­ti­on mit einer spi­ri­tu­el­len Dimen­si­on ver­bin­det.
In Euro­pa ist Man­fred Schmid einer der weni­gen Künst­ler, die sich ganz dem soge­nann­ten “Jap­an­lack” ver­schrie­ben haben.

Der Preis wird seit 1966 alle zwei Jah­re für vor­bild­li­che und inno­va­ti­ve Arbei­ten auf dem Gebiet der zeit­ge­nös­si­schen ange­wand­ten Küns­te aus­ge­schrie­ben und ist mit 6.000 Euro dotiert. Er erin­nert an die Bre­mer Kera­mi­ke­rin Augus­te Papen­dieck (1873-1950). Sie war die ers­te Frau in Deutsch­land, die in dem tra­di­ti­ons­rei­chen Töp­fer­hand­werk 1912 die Meis­ter­prü­fung abge­legt. Auch sie fand, wie vie­le moder­ne Kunst­ke­ra­mi­ker, ihre künst­le­ri­schen Vor­bil­der in alten chi­ne­si­schen Stein­zeug­ge­fä­ßen.

Eigen­stän­dig­keit und Ori­gi­na­li­tät, die unver­kenn­ba­re Hand­schrift, sind die wich­tigs­ten Kri­te­ri­en für die Ver­ga­be des Augus­te-Papen­dieck-Prei­ses, der das Gesamt­werk eines Kunst­hand­wer­kers auf der Grund­la­ge von bis zu fünf aktu­el­len Arbei­ten aus­zeich­net.