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Voll­en­det ist die jah­re­lange Arbeit an einem Objekt erst dann, wenn das Gefäß die Magie sei­ner bei­nahe unwirk­lich anmu­ten­den Aus­strah­lung so ent­fal­tet, dass es zu einem außer­ge­wöhn­li­chen Erleb­nis wird, bei dem die Objekte als voll­kom­men wahr­ge­nom­men wer­den und eine Stei­ge­rung der Wir­kung nicht mehr mög­lich ist. Dann zie­hen die urushi-​Objekte die Auf­merk­sam­keit auf sich und ent­fal­ten eine kraft­volle Aura im Raum.

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Jedes Objekt ist Bot­schaf­ter eines ide­el­len Motivs.
Es hat die pro­fane Bedeu­tung eines Gefä­ßes über-​
wun­den. Es ist nicht prak­tisch oder funk­tio­nal, und
es ist nie­mals bloße Deko­ra­tion oder reine Ästhe­tik.
Jedes Objekt von Man­fred Schmid ist Aus­druck sei­nes
beson­de­ren Ein­füh­lungs­ver­mö­gens in Form, Mate­rial
und Tech­nik und eine beein­dru­ckende Ver­kör­pe­rung
sei­ner Meisterschaft.

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2 – 3 Jahre dau­ert die Arbeit an einem ein­zi­gen Gefäß. Und ebenso lange war­ten die urushi-​Liebhaber gedul­dig auf bestellte Gefäße. Diese Geduld und Wert­schät­zung für die außer­ge­wöhn­li­che Qua­li­tät der Arbei­ten zeich­net den erle­se­nen Kun­den­kreis von Lieb­ha­bern und Samm­lern aus, zu dem auch das spa­ni­sche Kron­prin­zen­paar gehört. Mit einem sei­ner Objekte zum Abschluss gekom­men zu sein, emp­fin­det Man­fred Schmid immer wie­der als gro­ßes Glück - die Samm­ler sei­ner Gefäße emp­fin­den dies ebenso.

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Der Weg zu einem voll­en­de­ten urushi-​Gefäß führt über bis zu 30
hauch­dünne Schich­ten unter­schied­lichs­ter Qua­li­tä­ten des
Japan­la­ckes, einem Baum­harz des Lack­bau­mes.
Das beginnt mit den Spach­tel­schich­ten als
Unter­bau bis hin zu den Schwarz­lack­schich­ten,
die alle nach dem Här­ten geschlif­fen wer­den müs­sen.
Zuletzt wer­den dann noch bis zu 7 Poli­tur­schich­ten auf-​
gebracht und bis zum Hoch­glanz poliert. Dies alles mit ganz
spe­zi­el­len Werk­zeu­gen, die der urushi-​Künstler in der erfor­der­li­chen
Qua­li­tät und Güte nur aus Japan bezie­hen kann. „Da ein solch wert­vol­les
urushi-​Objekt viele Jahr­hun­derte alt wer­den kann, neh­men wir es nur für eine
Zeit zu uns, um es dann an spä­tere Gene­ra­tio­nen wei­ter zu geben“, so Man­fred Schmid.

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„Schwarz ver­stehe ich nicht als Farbe, son­dern als einen Zustand - nuan­cen­reich und viel­fäl­tig - wie die Dun­kel­heit.“ Man­fred Schmid arbei­tet mit der sub­ti­len Wech­sel­wir­kung von Licht und Schat­ten, mit dem Spiel von Form und Mate­rial, um die Wahr­neh­mung von Schwarz auf ideale Weise zu ermög­li­chen. Seine Lack­ob­jekte sind nicht ein­fach nur makel­los oder per­fekt, sie sind leben­dig. In ihnen liegt der Zau­ber gebun­de­ner Zeit. Durch die Ver­bin­dung der japa­ni­schen Schwarz­lack­tech­nik mit Sil­ber hie­si­ger Sil­ber­schmie­den, ist es Man­fred Schmid zudem gelun­gen, eine ein­zig­ar­tig moderne Umset­zung des tra­di­ti­ons­rei­chen uru­shi zu schaffen.

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Man­fred Schmid hat die uralte Japan-​Lacktechnik früh für sich ent­deckt. „Von die­ser alten japa­ni­schen und in Europa der­zeit wie­der an Bekannt­heit gewin­nen­den Lack­tech­nik war ich schon immer fas­zi­niert. Sie ver­kör­pert für mich die spi­ri­tu­elle Beson­der­heit japa­ni­scher Kul­tur.“ Die beson­dere Wir­kung und die Fas­zi­na­tion von uru­shi ent­steht aus dem spi­ri­tu­el­len, bei­nahe mys­ti­schen Cha­rak­ter der Objekte. „Sie wir­ken, als habe sich über lange Zeit Dun­kel­heit auf ihnen abge­la­gert.“ Die japa­ni­sche Lack­kunst hat ein völ­lig ande­res Wesen als zum Bei­spiel die euro­päi­sche Gefäß­kul­tur. „Ober­flä­chen inter­es­sie­ren mich nicht, ich arbeite an der Tiefe“, so Man­fred Schmid.

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Man­fred Schmid ist Künst­ler. Ebenso ist er Hand­wer­ker. Vor allem aber ist er ein Meis­ter sei­nes Faches. Wie kaum ein ande­rer Euro­päer beherrscht er die in frü­he­ren Jahr­hun­der­ten als „schwar­zes Gold“ bezeich­nete tra­di­tio­nelle japa­ni­sche Schwarz­lack­tech­nik uru­shi. Für seine her­aus­ra­gen­den Arbei­ten ist der viel­fach aus­ge­zeich­nete urushi-​Künstler auch in Japan, dem Mut­ter­land des uru­shi, durch eine Aus­zeich­nung geehrt wor­den. Dies nicht allein wegen sei­ner tech­ni­schen Ver­siert­heit. Er hat in sei­nen Objek­ten die tra­di­tio­nelle japa­ni­sche Lack­tech­nik in Ver­bin­dung mit euro­päi­schen Ein­flüs­sen zu einem star­ken, eigen­stän­di­gen Stil ent­wi­ckelt und so dem uru­shi neue Impulse gegeben.

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